Ein Hamburger Wahrzeichen und ein Hamburger Startup: Für das Planetarium Hamburg haben wir den ehemaligen Wasserturm im Stadtpark als virtuellen Rundgang in 360 Grad und 3D begehbar gemacht. Vom neuen Foyer über die Empore bis in den Sternensaal mit seiner 21 Meter großen Projektionskuppel, und hinab in den historischen Wasserkessel, der Besuchern sonst verschlossen bleibt.
Das Planetarium Hamburg in 360 Grad

Das Planetarium Hamburg ist ein Besuchermagnet: Weit über 300.000 Menschen gehen jährlich im Sternentheater im Wasserturm des Hamburger Stadtparks auf Entdeckungsreise durch den Kosmos. Mit dem virtuellen Rundgang öffnet das Planetarium seine Türen auch für Besucher weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Der Rundgang entstand kurz nach der Wiedereröffnung: Nach 18 Monaten Umbau öffnete das Sternentheater im Februar 2017 mit einer neuen Etage. Unterhalb des bisherigen Erdgeschosses, im Sockel des Wasserturms, entstand ein neues Foyer. Zahlreiche Infopunkte führen die virtuellen Besucher durch das Haus, geben Tipps für den nächsten Besuch und erzählen die Geschichte der Hamburger Sterne.
Was es im virtuellen Rundgang zu entdecken gibt
Der Rundgang startet im neuen Eingangsbereich, den die Besucher vom Stadtpark aus betreten. Das neu gestaltete Erdgeschoss gibt den Blick frei auf das Sternenbild-Deckengemälde, 1930 von Dorothea Maetzel-Johannsen entworfen und von Heinrich Groth ausgeführt. Zwei geschwungene Treppen führen auf die Empore mit interaktiven Lerntischen, der Fotoausstellung „Wir sind Sterne“ von Wolfgang Köhler und der Geschichte des Planetariums entlang der Säulen. Irgendwo hat sich auch das Maskottchen Stella versteckt.
Im Sternensaal nehmen die realen Gäste in roten Liegesesseln Platz. Der virtuelle Besucher darf stattdessen hinter die Kulissen schauen: Die Infopunkte erklären die Himmelsmaschine Zeiss Universarium IX und den Kosmos-Simulator Digistar 6, inklusive eines Blicks hinter das Technikpult. Auch das Café Nordstern ist Teil der Tour.

Making-Of: 3D-Kamera auf sieben Metern Höhe

Das Planetarium Hamburg ist weit über Deutschland hinaus für seine technische Brillanz bekannt. Diesem Maßstab muss auch der virtuelle Rundgang genügen. Mit unserem 3D-Kamerasystem entsteht neben den 360-Grad-Aufnahmen ein maßstabsgetreues 3D-Modell, das sich intuitiv begehen lässt. Die Herausforderung war die 21 Meter durchmessende Projektionskuppel im Sternensaal: Damit die Infrarotsensoren jeden Stern einfangen, brachten wir die Kamera mit einem Hochstativ auf sieben Meter Höhe.

Ein Klick auf das kleine Puppenhaus unten links im Rundgang öffnet das 3D-Modell und zeigt das Sternentheater aus einer ganz neuen Perspektive. Mit VR-Brillen wird die Tour zum Virtual-Reality-Rundgang.
Der historische Wasserkessel in 3D

360-Grad-Aufnahmen bringen Zuschauer an Orte, zu denen sie sonst keinen Zugang haben. Im Planetarium ist das der Wasserkessel im ehemaligen Wasserturm, der der Öffentlichkeit normalerweise verschlossen bleibt. Mit Laserscanner und 360-Grad-Kamera sind wir in das Innenleben des Turms hinabgestiegen und haben seine Dimensionen maßstabsgetreu erfasst: 23 Meter Durchmesser, ursprünglich 3.000 Kubikmeter Wasser, nach dem Wasserturm im Schanzenpark der zweitgrößte Hamburgs. Nur acht Jahre diente der Turm seinem Zweck. Schon 1924 ging er vom Netz, weil der Druck im zusammengeschalteten Leitungsnetz nicht mehr reichte, den Tank zu füllen.

Virtuellen Rundgang für Ihr Kulturhaus planen
Theater, Museum, Konzertsaal oder Planetarium: Ein virtueller Rundgang für Kultureinrichtungen zeigt Ihr Haus vor dem Ticketkauf, öffnet verschlossene Räume und bleibt als 3D-Modell dauerhaft erlebbar.