Alles eine Frage der Perspektive.

Der große 360-Grad-Kamera Vergleich

Kein Jahr vergeht ohne neuen Entwicklungen im Bereich der 360 Grad Kameras! Grund dafür sind in erster Linie die steigende Nachfrage nach 360 Grad Contentformaten und der größer werdende Anspruch an das 360 Grad Videomaterial. Teil unserer Aufgabe als 360 Grad Content Creators ist es, immer am Puls der Zeit zu sein, was neue Entwicklungen im Bereich 360-Grad-Technologie angeht. Dieses Wissen teilen wir nicht nur im Rahmen unserer 360°-Beratungsleistungen, sondern möchten Ihnen auf der folgenden Seite auch einen ersten Überblick über die aktuell am Markt erhältlichen 360 Grad Kamerasysteme bieten.

Bewertungskriterien für 360 Grad Kameras

Die Auflösung ist für viele das wichtigste Kriterium beim Kauf einer Kamera. Die Auflösung gibt an, wie viele Bildpunkte (Pixel) das aufgenommene Bild enthält. Je mehr Pixel, desto schärfer wirkt das Bild.
360 Grad Kameras benötigen im Vergleich zu herkömmlichen Kameras eine besonders hohe Auflösung. Der Zuschauer sieht nämlich nie das ganze Bild gleichzeitig, sondern nur einen Bildausschnitt mit einem Winkel von 100°-120°. Es ist also immer nur ein Drittel des Bildes zu sehen. Um bei der Wiedergabe die gewohnten Standards zu erreichen, muss also in dreifacher Auflösung aufgenommen werden.
Von der relativ typischen 4K-Auflösung (3840×2160) bleiben für den Zuschauer am Ende nur noch ca. 1152×648 Bildpunkte übrig, was nur knapp über dem komplett veralteten SD-Standard liegt. Um mit der mittlerweile gewohnten Qualität eines Full-HD Bildschirms mitzuhalten, muss man in 360° in 8K aufnehmen.

Die Framerate gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Um eine flüssige Bewegung darzustellen, benötigt man mindestens 20 fps. Bei der Einführung des Tonfilms wurde die Bildfrequenz auf 24 Hz festgesetzt, typisch sind mittlerweile aber 30fps.

Höhere Werte führen zu einem flüssigeren Bewegungseindruck, den viele Zuschauer aber aufgrund ihrer Sehgewohnheiten nicht unbedingt positiv wahrnehmen.

Framerates von 60 fps werden daher hauptsächlich für bewegungsreiche Szenen verwendet, beispielsweise im Funsport-Bereich.

Noch höhere Framerates machen nur Sinn, wenn man in der Postproduktion mit Zeitlupen arbeiten will. Dann kann man die Geschwindigkeit stark verringern ohne Ruckeln zu erzeugen.

Der Bildsensor sammelt das einfallende Licht und wandelt es entsprechend der Lichtstärke in digitale Werte um. Das wichtigste Qualitätskriterium ist die Sensor-Größe. Je größer der Sensor, desto mehr Licht kann er sammeln. Dabei muss man die Sensorgröße ins Verhältnis zur Auflösung setzen. Daraus ergibt sich der Pixelabstand, der maßgeblich für die Bildqualität verantwortlich ist. Große Sensoren sind Rauschärmer, weil das Signal weniger elektronisch verstärkt werden muss.

Kleine Sensoren besitzen eine große Schärfentiefe, was im 360-Bereich in der Regel gewünscht ist, da man nicht manuell fokussiert. Auch die Anforderungen an das Objektiv verringern sich bei kleinen Sensoren. 

Im Gegensatz zu anderen Bauteilen steigt der Preis bei Bildsensoren proportional zur Größe an. Gerade im Low Budget Bereich werden daher fast immer sehr kleine Sensoren verwendet. Selbst In hochwertigen 360 Grad Komplettsystemen kommen Maximal sogenannte Micro Four Thirds zum Einsatz, was im vergleich zu gängigen DSLR Kameras immer noch ziemlich klein ist. Man kann also eigentlich allen 360 Grad Kameras ein mehr oder weniger großes Rauschproblem unterstellen.

Viele Linsen führen dazu, dass die pro Sensor aufgenommene Auflösung relativ niedrig sein kann. Das führt bei bei gleicher Gesamtauflösung zu einem größeren Pixelabstand der Sensoren und dadurch zu einer höheren Bildqualität.

Wenige Linsen haben dafür den Vorteil, dass es weniger Stitching-Kanten gibt. Dies kann jedoch durch gute Stitching-Algorithmen ausgeglichen werden.

Man kann also nicht generell sagen, dass eine hohe Anzahl Linsen ein Qualitätsmerkmal ist, tendenziell haben teurere 360°-Kameras aber mehr Linsen, als billige.

Unkomprimierte 360 Grad Videos in 4K (3840×2160) benötigen bei 30 fps eine Datenrate von 475 MB/s was 1.67 TB/h pro Stunde entspricht. Diese Datenmengen sind nicht praktikabel, deshalb arbeiten eigentlich alle 360 Grad Kameras mit komprimierten Codecs. Diese Kompression ist verlustbehaftet, wirkt sich also negativ auf die Bildqualität aus. Je nach Codec und Datenrate ist dieser Verlust kaum bemerkbar bis stark störend.

Je höher die Datenrate bei gleicher Auflösung ist, desto unwahrscheinlicher sind sichtbare Kompressionsartefakte.

Die Kompressionsverfahren werden immer weiterentwickelt und daher sind neuere Codecs effektiver als ältere. Die gängigsten Codecs sind zur Zeit h.264 und dessen Nachfolger h.265. Bis auf wenige Ausnahmen arbeiten alle 360 Grad Kameras mit einem dieser beiden Codecs.

Da man 360 Grad Videos im Idealfall über eine VR-Brille genießt, bietet es sich an 3D Videos zu produzieren, denn der 3D-Effekt kann ohne weitere Hilfsmittel von jeder VR-Brille dargestellt werden.

Das räumliche Sehen beim Menschen funktioniert dadurch, dass beide Augen einen leicht unterschiedlichen Bildwinkel besitzen. Das Gehirn kann aus der Differenz der beiden Bilder jedem Objekt einen Abstand zuweisen.

Stereoskopische Kameras arbeiten nach demselben Prinzip, indem zwei dicht beieinander liegende Linsen dasselbe Bild aufnehmen. Bei der Wiedergabe wird dann jedem Auge nur das Bild einer Linse gezeigt und es entsteht im Gehirn ein dreidimensionaler Eindruck.

Die verschiedenen Sensoren einer 360 Grad Kamera erzeugen zunächst einzelne Bilder, die im nachhinein zu einem 360 Grad Panorama zusammengefügt werden. Diesen Prozess nennt man Stitching. Dabei kann es zu sichtbaren Kanten kommen, die sich stark negativ auf den Gesamteindruck des Bildes auswirken.

Bei einigen Kameras hat man manuelle Kontrolle über das Stitching und kann dadurch diese Kanten selbst verbessern (oder verschlechtern). Bei anderen Kameras läuft das Stitching komplett algorithmisch ab, wobei es natürlich auch Qualitätsunterschiede gibt.

Einige 360 Grad Kameras bieten außerdem die Möglichkeit in Echtzeit zu stitchen, was zum Einen praktische Zeitersparnis bedeutet und zum Anderen zwingend notwendig ist, um Livestreaming zu betreiben.

Je näher das gefilmte Objekt an der 360°-Kamera ist, desto schwieriger wird es die entstandenen Verzerrungen auszugleichen und ein sauberes Stitching durchzuführen. Einige Kameras haben dafür spezielle Algorithmen, die auch bei geringen Abständen (wenige zentimeter) noch gute Ergebnisse liefern.

Einige 360 Grad Kameras sind dazu in der Lage ein in Echtzeit gestitchtes Signal direkt ins Internet zu streamen. Neben der Frage, ob dies überhaupt möglich ist, ist zu beachten mit welcher Auflösung, Framerate und Datenrate dies geschieht. Häufig liegen diese Werte beim Streaming nämlich deutlich unter den Werten, die bei der Aufnahme mit der jeweiligen 360°-Kamera möglich sind. Zudem gibt es Unterschiede bei der Benutzerfreundlichkeit und der möglichen Streaming-Portale.

Um nicht erst in der Postproduktion zu merken, dass das aufgenommene Bild aufgrund von Lichtverhältnissen, Kameraposition oder dreckigen Linsen unbrauchbar ist, benötigt man eine Preview-Möglichkeit während der Aufnahme.

Da es bei einer 360 Video Produktion keinen Bereich hinter der Kamera gibt, kann man nicht durch den Sucher der Kamera schauen und auch keinen Preview Monitor in Kamera-Nähe aufbauen. Ein Vorschau-Bild muss daher irgendwie Drahtlos übertragen werden. Bei den meisten 360 Grad Kameras passiert dies über WLAN auf ein Handy oder Tablet. Neben der Bildqualität spielt hier die Latenz (Verzögerung zwischen Aufnahme und Wiedergabe) eine wichtige Rolle. Bei einigen Kameras kann man außerdem mangels Live-Stitching nur einzelne Linsen anschauen.

Die Liste der Sonderfeatures mit denen die Kamera-Hersteller werben ist lang und unübersichtlich. Häufig entpuppen sich diese Features auch als Mogelpackung, bei denen eigentlich selbstverständliche oder unnötige Funktionen einen schicken neuen Namen aufgedrückt bekommen. Die wichtigsten und sinnvollsten sind:

  • Stabilisierung: Darunter versteht man das nachträgliche Entfernen von unerwünschten Kamerabewegungen. Da 360 Grad Kameras ohnehin die volle Sphäre aufzeichnen, ist eine Bildstabilisierung deutlich einfacher möglich als bei herkömmlichen Kameras, die nur unter Reduzierung des Bildausschnittes stabilisieren können.
  • RAW-Format: Rohdatenformat für Fotos, das auch als “digitales Negativ” bezeichnet wird. Im Vergleich zu einer jpg-Datei kann man dabei ohne Qualitätsverlust noch nach der Aufnahme weitreichende Anpassungen (Weißabgleich, Sättigung, Kontrast uvm.) vornehmen.
  • HDR: Steht für High Dynamic Range oder zu deutsch Hochkontrastbild. Dabei werden schnell hintereinander mehrere Fotos mit verschiedenen Belichtungseinstellungen geschossen und später zu einem Bild kombiniert. Das entstandene 360 Grad Bild kann dann größere helligkeitsunterschiede widerspiegeln als ein herkömmliches Bild.
  • Wasserfestigkeit: Die wenigsten 360°-Kameras sind wirklich unterwassertauglich, jedoch bieten einige Schutz gegen Spritzwasser. Zudem sind für viele Kameras Wasserdichte Cases erhältlich, mit denen dann auch Unterwasser-Aufnahmen möglich sind.

Übersichtstabellen: Consumer 360 Grad Kameras (Stand: April 2025)

Für eine bessere Übersicht haben wir die 360 Grad Kameras in Consumer- und Professional unterteilt und nach Preis sortiert. Hier finden Sie die preiswerten Einsteigermodelle.

Kameramodell Preis Erscheinungsjahr Max. Auflösung Max. Framerate Interner Speicher Videocodec & Datenrate Linsenanzahl Sensor Stereoskopie Livestreaming Preview Audio
Insta360 X3 €360 2022 5.7K 30 fps microSD H.265, 100 Mbps 2 1/2.3" Nein Ja Mono FlowState-Stabilisierung
Insta360 X4 €475 2024 8K 30 fps microSD H.265, 100 Mbps 2 1/1.7" Nein Ja Stereoskopie FlowState-Stabilisierung, Bullet Time
Insta360 X5 €590 2025 8K 120 fps microSD H.265, 100 Mbps 2 1/1.28" Nein Ja Stereoskopie FlowState-Stabilisierung, TimeShift
Kandao Qoocam 3 200€ 2023 5.7K Video 5.7K @ 30 fps microSD H.264/H.265 2 1/1.55" CMOS (x2) Nein Ja (4K) Touchscreen 4-Kanal Spatial Audio, HDR-Video
GoPro Max €330 2019 5.6K 30 fps microSD H.264/H.265 2 1/2.3" Ja Ja Stereo 360° Audio, Max HyperSmooth Stabilization
Ricoh Theta X €599 2023 5.7K 30 fps UHS-II SD H.265, 100 Mbps 2 1/2.3" CMOS Nein Ja Stereoskopie Touchscreen, GPS
Labpano PilotPano ca. 480 € 2022 5.7K Video 5.7K @ 30 fps 64 GB intern + microSD H.264/H.265 2 1/2.3" CMOS (x2) Nein Ja (4K) 3,1" Touchscreen 4-Kanal Spatial Audio

*Bei den verlinkten 360° Kameras handelt es sich um Affiliate-Links, das heißt wir erhalten eine kleine Provision bei Ihrer Bestellung und bedanken uns herzlich, wenn Sie auf diesem Wege unsere Arbeit unterstützen.

Übersichtstabelle: Professionelle 360 Grad Kameras (Stand: April 2025)

Für eine bessere Übersicht haben wir die 360 Grad Kameras in Consumer- und Professional-Modelle unterteilt und nach Preis sortiert. Sie planen die professionelle 360 Grad Videoproduktion und legen Wert auf eine hohe Auflösung? Dann sind Sie hier richtig:

Kameramodell Preis Erscheinungsjahr Max. Auflösung Max. Framerate Interner Speicher Videocodec & Datenrate Linsenanzahl Sensor Stereoskopie Livestreaming Preview Audio Sonderfeatures
Kandao Obsidian Pro ca. 25.000 € 2021 12K 3D 8K @ 60 fps SSD ProRes, H.265 8 APS-C CMOS (x8) Ja Ja (8K) Touchscreen 4-Kanal Spatial Audio 10-Bit Farbe, professionelle Workflows
Ultracker Aleta S3 2021 15K Foto (103 MP) microSD 5 1/2.3" CMOS (x5) Nein Ja (8K) Touchscreen 8K Livestreaming, Virtual Tour Spezialist
XPhase X2 ca. 1.200 € 2021 200 MP (Foto) microSD 25 1/2.3" CMOS (x25) Nein Nein Nein HDR, DNG, für Tourfotografie optimiert
Insta360 Titan ca. 15.000 € 2019 11K mono / 10K 3D 8K @ 60 fps 9× SD H.265, 10-Bit 8 MFT (Micro Four Thirds x8) Ja Ja (8K) Farsight Remote 4-Kanal Spatial Audio 10-Bit HDR, große Sensoren, CrystalView
Z CAM V1 Pro ca. 8.000 € 2019 6K 3D 6K @ 30 fps SSD H.264/H.265 10 1/2.3" CMOS (x10) Ja Ja (6K) HDMI-Out 4-Kanal Spatial Audio Echtzeit-Stitching, professionelle Produktionen
Pilot Era ca. 2.000 € 2019 8K Video 8K @ 24 fps 512 GB intern H.264/H.265 4 1/2.3" CMOS (x4) Nein Ja (4K) Touchscreen 4-Kanal Spatial Audio Android-OS, Upload direkt aus der Kamera
Ricoh Theta Z1 ca. 1.000 € 2019 / 2021 7K Foto 4K @ 30 fps 51 GB intern MP4 (H.264), 56 Mbps 2 1" CMOS (x2) Nein Ja (4K) OLED-Display 4-Kanal Spatial Audio RAW, HDR, Plug-ins
Insta360 Pro 2 ca. 5.500 € 2018 8K 3D 8K @ 30 fps 6× microSD + SD H.264/H.265, bis 120 Mbps 6 1/2.3" CMOS (x6) Ja Ja (8K) Farsight Remote 4-Kanal Spatial Audio GPS, FlowState, HDR
Detu F4 Plus ca. 2.500 € 2018 8K Video 8K @ 30 fps microSD H.265 4 1/2.3" CMOS (x4) Nein Ja (4K) HDMI-Out 4-Kanal Spatial Audio Livestreaming, HDMI-Ausgang

*Bei den verlinkten 360° Kameras handelt es sich um Affiliate-Links, das heißt wir erhalten eine kleine Provision bei Ihrer Bestellung und bedanken uns herzlich, wenn Sie auf diesem Wege unsere Arbeit unterstützen.

Fazit: Welche 360 Grad Kamera empfehlen wir für wen?

Kugelpanoramen gibt es nun schon eine ganze Weile. In den Anfängen der 360 Grad Video- und Fotografie wurden dafür in der Regel mehrere Kameras mit Hilfe eines speziell angefertigten Gestells (Rig) so zusammen montiert, dass daraus im nachhinein ein 360 Grad Panorama erstellt werden konnte. Allerdings waren das Aufnehmen und Zusammenfügen per Software sehr aufwendig und die Navigation in den Bildern gestaltete sich eher umständlich. Deshalb fristeten 360 Grad Aufnahmen ein Nischendasein und wurden wenn überhaupt in der Immobilienbranche oder auf Reiseportalen hin und wieder eingesetzt.

Seit einiger Zeit hat sich dies komplett geändert: Die ehemaligen Nerd-Aufnahmen haben sich zum Trendthema entwickelt. So gibt es unter anderem auf Facebook und You-Tube immer mehr 360 Grad Inhalte zu bestaunen, wie beispielsweise wilde Achterbahnfahrten in Vergnügungsparks oder Tauchgänge mit Haien (siehe dafür 360-Grad-Fotos in Social Media nutzen und Mit 360-Grad-Videos zu mehr Erfolg im Facebook-Marketing) Mittlerweile ist die Innovationsgeschwindigkeit beim Thema 360 Grad sehr hoch und mit der zunehmenden Verbreitung von 360°-Content, kommen immer mehr Kamerahersteller auf die Idee, All In One 360 Kameras zu entwickeln. Zunächst zielten diese Entwicklungen aufgrund der einfachen Bedienbarkeit eher auf den Konsumgütermarkt, mittlerweile gibt es aber auch im professionellen Bereich eine gute Auswahl an Komplett-Systemen.

    • Der Aufbau ist wesentlich einfacher. Man muss nicht erst diverse Kameras miteinander verbinden, sondern stellt nur eine Kamera auf.
    • Die Bedienung ist weniger kompliziert, denn bei Rigs muss man jede Kamera einzeln bedienen.
    • Bei Komplett-Systemen wird in der Regel eine auf die Kamera abgestimmte Stitching-Software mitgeliefert.
    • Aus den drei obigen Punkten ergibt sich bei Rigs eine höhere Fehleranfälligkeit, denn bei jedem Schritt, den man manuell durchführen muss, kann es zu Bedienfehlern kommen.

Aus diesen Gründen macht es heutzutage kaum noch Sinn, sich ein 360 Grad Kamera Rig anzuschaffen, sodass der Fokus dieser Seite auf 360 Grad Kamera-Komplettsystemen liegt.

360-Grad-Kamerarig

Der 360 Grad Video-Boom startete mit solchen GoPro-Riggs.

360 kamera samsung

Die Samsung Gear 360 ist ein 360°-
Fullsystem für Consumer.

Die Auswahl an 360-Grad-Kameras auf dem Markt ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Ob für immersive VR-Produktionen, hochwertige virtuelle Rundgänge oder Content Creation im Unternehmensumfeld – die Anforderungen sind vielfältig. Zur Einordung der Tabelle werfen wir einen kritischen Blick auf einige der aktuell relevantesten Modelle, vergleichen ihre Stärken und Schwächen und geben Empfehlungen für typische Anwendungsfälle.

360 Grad Kamera Empfehlung für Consumer:

Die Insta360 X5 stellt das brandneue Nachfolgemodell der beliebten Insta360 X3 und Insta360 X4 dar und bietet eine Reihe von verbesserten Funktionen, die sie zur derzeit besten Wahl für Consumer-Nutzer machen, die eine Kamera suchen, die auch professionelle Ansprüche bedienen kann. Mit einer 8K-Auflösung, einer höheren Framerate von bis zu 120 fps und fortschrittlicheren Stabilisierungsmöglichkeiten ist sie derzeit das Modell, das die Lücke zwischen Consumer- und Professional-Anwendungen am besten schließt. Diese Verbesserungen machen die X5 zur idealen Wahl für Content-Creator, die auf der Suche nach herausragender Bildqualität sind und gleichzeitig die benutzerfreundliche Software von Insta360 nutzen wollen.

Die Insta360 X5 bietet nicht nur technische Spitzenleistungen, sondern auch eine unkomplizierte Bedienung, die den Einstieg auch für Nicht-Profis erleichtert. Sie ist die derzeit führende Kamera in dieser Tabelle und stellt eine klare Empfehlung dar, da sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen professionellen Features und der Benutzerfreundlichkeit für Einsteiger bietet. Wer also eine Kamera sucht, die nicht nur als Consumer-Modell durchgeht, sondern auch für anspruchsvollere Projekte geeignet ist, kommt an der X5 nicht vorbei.

Für Nutzer, die mehr Wert auf eine kostengünstigere Lösung legen oder bestimmte Features wie Spatial Audio oder HDR-Videos suchen, bietet die Kandao Qoocam 3 eine gute Alternative. Die GoPro Max ist zudem besonders für Action-Aufnahmen geeignet, da sie eine ausgezeichnete Stabilisierung für Sportarten und Outdoor-Abenteuer bietet.

Für diejenigen, die einfache 360-Grad-Inhalte für Social Media oder als Hobby erstellen möchten, sind die Insta360 X3 und Insta360 X4 nach wie vor hervorragend geeignet. Beide bieten eine solide Leistung und eine benutzerfreundliche Erfahrung, wobei die X4 durch ihre verbesserte Low-Light-Performance und Auflösung etwas mehr Flexibilität bietet.

Insgesamt bietet die Insta360 X5 jedoch den besten Kompromiss zwischen Benutzerfreundlichkeit, technischer Leistungsfähigkeit und der Fähigkeit, professionellen Anforderungen gerecht zu werden. Sie ist damit das derzeit beste Modell für Content-Creator, die sowohl in der Freizeit als auch in professionellen Umfeldern erfolgreich arbeiten wollen.

360 Grad Kameras für Profis:

High-End-Lösungen für VR-Kino & Filmproduktion

Insta360 Titan und Kandao Obsidian Pro sind die Schwergewichte unter den 360-Grad-Kameras – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit bis zu 11K stereoskopischer Auflösung (Titan) bzw. 12K ProRes-Video (Obsidian Pro) setzen sie Maßstäbe in puncto Bildqualität, Dynamikumfang und Farbtiefe. Beide Modelle richten sich klar an professionelle Filmemacher, Agenturen und Studios, die Inhalte für VR-Brillen oder hochauflösende Projektionen produzieren.
Fazit: Wer kinoreife 360°-Produktionen umsetzen möchte und ein entsprechend hohes Budget sowie Postproduktionserfahrung mitbringt, fährt mit Titan oder Obsidian Pro bestens.

Universelle Profikameras für Agenturen & Rundgang-Anbieter

Insta360 Pro 2 und XPhase X2 positionieren sich im mittleren Profisegment. Die Pro 2 bietet 8K stereoskopisches Video mit FlowState-Stabilisierung und direkter Integration in Post-Workflows (z. B. Adobe), was sie für Marketingagenturen und Tourismusbetriebe ideal macht. Die XPhase X2 hingegen fokussiert sich auf hochauflösende 360°-Fotos mit 200 MP – perfekt für Immobilienrundgänge, Denkmalpflege oder Architekturdokumentation.
Fazit: Wer hauptsächlich virtuelle Rundgänge erstellt oder flexibel zwischen Foto und Video wechseln möchte, ist mit der Insta360 Pro 2 oder XPhase X2 gut beraten – je nach Fokus auf Video oder Fotografie.

Spezialfälle & Sonderanwendungen

Ultracker Aleta S3 ist durch seine hohe Fotodynamik und HDR-Features insbesondere bei Innenraumaufnahmen und Architektur beliebt. Sie ist allerdings nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand der Technik. Wer eine Kamera für eine ganz spezielle Anwendung sucht – etwa extreme Low-Light-Szenarien, punktuelle Fotodokumentation oder langfristige Timelapse-Projekte – findet hier dennoch einen interessanten Kandidaten.

360 Grad Kamera Insta360 Pro 2

Die 360-Grad-Kamera „Insta360 Pro2“ zählt zu den gängigsten Modellen in der professionellen 360-Grad-Videoproduktion.

360 Grad Technik im omnia360-Blog

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