Virtuelle Rundgänge erstellen ist unser Fachgebiet bei omnia360. Doch wie läuft so ein Projekt eigentlich ab und wie entsteht ein Virtueller Rundgang? Braucht es dafür wirklich eine Agentur, oder kann ich den virtuellen Rundgang nicht auch einfach selbst erstellen? Fragen über Fragen, die wir im Blog-Beitrag Virtuellen Rundgang erstellen, so geht’s! gerne beantworten möchten.

virtuellen Rundgang erstellen

Virtuellen Rundgang erstellen: Das wichtigste Zubehör ist dabei eine geeignete 360°-Kamera.

Virtuellen Rundgang selbst erstellen oder machen lassen?

Sie haben Interesse an einem virtuellen Rundgang? Großartig, das ist doch schon einmal eine super  Ausgangssituation! Ein virtueller Rundgang bietet nämlich tolle Möglichkeiten, um einen realitätsgetreuen Einblick in ein Unternehmen zu schaffen und es gibt verschiedene technische Möglichkeiten, ein solches Projekt zu realisieren (siehe auch 360-Grad-Rundgang oder 3D-Begehung?). Ob zur virtuellen Immobilien-Besichtigung, als 360°-Hotelrundgang oder als virtuelle Werksführung, 360°-Einblicke lassen sich gewinnbringend für verschiedene Branchen und  Zielsetzungen nutzen.

Wahrscheinlich stehen Sie aktuell noch am Anfang Ihres Informationsprozesses und damit vor der typischen Frage: Selber machen, oder einen Profi beauftragen? Diese Entscheidung kann Ihnen am Ende zwar  keiner abnehmen, aber wir können Ihnen zumindest eine erste Orientierung bieten: Wie bei so ziemlich jedem Medienformat – vom Produkt- oder Bewerbungsfoto bis zum Imagefilm – hängt de Make or Buy Entscheidung beim virtuellen Rundgang von verschiedenen Faktoren ab.

Einmalig oder regelmäßige Produktion?

Geht es um ein einmaliges Projekt, für welches der Virtuelle Rundgang erstellt werden soll oder sollen die virtuellen Rundgänge zukünftig ein Teil Ihres Geschäftsprozesses sein? Um es nochmal mit einem Beispielen zu verdeutlichen:

  • Möchten Sie als Unternehmen einen Betriebsrundgang realisieren oder als Kultureinrichtung einen virtuellen Museumsrundgang realisieren? Dann lohnt es sich eher selten, das passende Equipment zu beschaffen, und sich in die Postproduktions-Software hineinzufuchsen, wenn die Erstellung des virtuellen Rundgangs ein einmaliges Projekt darstellt. Hier ist es in den meisten Fällen kostengünstiger, eine Produktionsagentur zu beauftragen, die sich auf das 360°-Formate spezialisiert hat und nicht nur das passende Equipment parat hat, sondern auch in der Konzeption als wertvoller Sparring-Partner zur Seite steht.
  • Oder planen Sie als Immobilienmakler, Ihr Portfolio zukünftig dauerhaft mit virtuellen Immobilien-Rundgängen zugänglich zu machen?  Dann kann es sich sicherlich lohnen, das Know-How intern aufzubauen und die nötigen Investitionen zu tätigen.

Technikaffinität und (Wo)-Manpower vorhanden?

Planen Sie, virtuelle Rundgänge selbst zu erstellen, benötigen Sie nicht nur die geeignete Technik, sondern auch personelle Ressourcen für die Umsetzung. Haben Sie bereits ein Medienteam, das Kapazität hat, die Aufgabe zu stemmen? Dann kann es sicherlich sinnvoll sein, sich im Bereich der 360°-Medien weiterzubilden, ansonsten empfehlen wir: Schuster, bleib bei deinen Leisten! In der Regel ist es nämlich günstiger, projektbezogen eine Agentur zu beauftragen, anstatt einen Mitarbeiter eigens für das Thema einzustellen, anzulernen und weiterzubilden.

Komplexität des Projekts

Je aufwendiger die geplante Produktion, umso eher lohnt es sich in der Regel auf externe Unterstützung zu setzen. Eine 360°-Produktionsagentur arbeitet in der Regel nicht nur mit einem Aufnahmesystem, sondern hat verschiedenen Kamera- und Softwarelösungen, um passgenau auf die jeweilige Herausforderung reagieren zu können und so das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Virtuellen Rundgang erstellen lassen – So läuft es ab:

Es gibt also einige Gründe, die dafür sprechen können, bei der Erstellung von Virtuellen Rundgängen mit einer VR-Produktionsagentur zusammenzuarbeiten. Damit Sie einmal einen besseren Eindruck davon erhalten, wie eine solche Zusammenarbeit konkret aussehen kann, möchten wir Sie in dem folgenden Video mit hinter die Kulissen unseres 3D-Drehs auf dem OTTO-Campus nehmen:


Kurz zusammengefasst besteht die Zusammenarbeit also aus den folgenden fünf Bausteinen:

  • Beratung: In einem Beratungsgespräch klären wir, was in dem virtuellen Rundgang präsentiert werden soll und welche Ziele damit erreicht werden sollen. So können wir die optimale Lösung für die jeweiligen Anforderungen finden. 
  • Planung: Anschließend suchen wir gemeinsam einen passenden Aufnahmetermin für den 360°-Dreh. Um Sie bestmöglich darauf vorzubereiten briefen wir Sie umfassend rund um die Vorbereitung der Räume.
  • Vor-Ort Check: Bevor es losgeht, werfen wir einen letzten gemeinsamen Blick in die Räumlichkeiten, um zu prüfen, ob alles an Ort und Stelle ist. Dazu zählt zB eine ausreichende Beleuchtung. Ziel ist es, die Location in den Zustand zu bringen, wie sie später digital präsentiert werden soll. Dazu zählt: das Aufräumen, das, Displays auf Standbilder zu Stellen und alle persönliche Unterlagen beiseite zu räumen. 
  • 3D / 360°-Shooting: Jetzt geht’s los! Je nachdem, für welche technische Lösung wir uns entscheiden, machen wir entweder nur 360°-Fotos, oder vermessen den Raum zeitgleich mit Infrarotsensoren, um einen digitalen Zwillingen der Location zu erstellen. Damit wir reibungslos arbeiten können, sollten währenddessen möglichst keine weiteren Personen vor Ort sein. 
  • Finalisierung des virtuellen Rundgangs: Nachdem alle Aufnahmen im Kasten sind, erstellen wir eine die 3D-Tour. Nach ca. 7 Tagen lassen wir Ihnen eine Preview zukommen lassen und können anschließend Ihre Inhalte als klickbare Infopunkte in die Tour integrieren. Etwas aufwendiger ist es, wenn auch das Interface individualisiert werden soll oder Bereiche retuschiert werden müssen. In solchen Fällen setzen wir auf eine Web VR-Anwendung, die uns mehr Gestaltungsspielraum lässt.
  • Einbindung und Distribution: Sobald ihr wir den virtuellen Rundgang finalisiert haben, kann er als iFrame in eine Website eingebunden werden, um ihn so Kunden, Partnern und Mitarbeitern digital zu präsentieren. Damit Ihre Tour die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient, unterstützen wir Sie auch gerne mit passenden Teasern für Social Media.

Sicherlich ist in vielen Fällen auch der Preis ein wesentliches Entscheidungskriterium rund um die Erstellung eines virtuellen Rundgangs, dazu gibt es in dem folgenden Blog-Beitrag umfangreich Auskunft: Was kostet ein virtueller Rundgang?

Virtuellen Rundgang selbst erstellen: Tipps und Tricks

Das passende 360°-Equipment

Grundvoraussetzung für die Erstellung eines virtuellen Rundgang ist eine geeignete 360°-Kamera. Hier haben Sie mittlerweile die Qual der Wahl zwischen einer Vielzahl an Kameramodelle, grob lässt sich dabei zwischen Consumer und Professional Modellen unterscheiden. Während Consumer Modelle in der Regel durch einen günstigen Preis und eine einfache Handhabung überzeugen, liefern Professional Modelle die bessere Aufnahmequalität. Soll der virtuelle Rundgang später Ihre digitale Visitenkarte werden, sollten Sie nicht bei der Auflösung sparen, geht es jedoch darum, einen ersten virtuellen Eindruck zu schaffen, können günstige 360°-Kameramodelle wie die Insta360 One X überzeugen, das Virtual Tour Set gibt es bereits ab einem Verkaufspreis von 450,- € (Zum Insta360 Set für virtuelle Touren).

Alternativ kann auch eine klassische Spiegelreflex-Kamera mit einem Rig-System oder Panorama-Kopf für die Erstellung der 360°-Fotos verwendet werden. Diese liefert eine professionelle Bildqualität, jedoch ist der Postproduktionsaufwand in der Regel deutlich höher: Während das Stitching bei den meisten 360°-Kameras mittlerweile automatisiert erfolgt, müssen die einzelnen Bildaufnahmen hier händisch zu einem Kugelpanorama (siehe auch die Evolution des Bildformats) zusammengefügt werden. Weniger empfehlenswert ist der Einsatz vom Smartphone als 360°-Kamera, auch wenn es der Weg mit den geringsten Einstiegsbarrieren darstellen, versauen unsaubere Stitching-Kanten schnell das virtuelle Erlebnis.

Neben der 360°-Kamera wird natürlich auch ein Stativ und in den meisten Fällen ein Tablet benötigt, mit dem sich die Kamera ferngesteuert auslösen lässt.

Die Postproduktions-Software

Nachdem die 360°-Fotos gestitcht wurden, ist in vielen Fällen noch weitere Nachbearbeitung (Farbkorrektur, Stativretusche) notwendig. Diese lässt sich beispielsweise in Adobe Photoshop oder vergleichbaren Softwarelösungen umsetzen. Anschließend erfolgt die Erstellung des virtuellen Rundgangs: Auch hier braucht es eine passende Software-Lösung und es gibt mittlerweile eine bunte Vielzahl an Tools, deren Preise, Features und Komplexität stark voneinander abweichen können. Auch hier lohnt sich eine Recherche entsprechend der eigenen Anforderungen und es lässt sich keine pauschale Empfehlung treffen. Bei Ihrer Entscheidung zur passenden Software sollte Ihnen die Antwort auf die Fragen helfen, was Sie in dem virtuellen Rundgang zeigen möchten, wem er präsentiert werden soll, wer Ihre Zielgruppe ist und welche Features Ihnen wichtig sind. Schauen Sie sich am besten die Beispiele verschiedenen Anbieter an, um eine Entscheidung zu treffen welche Rundgang-Software Ihre Anforderungen bestmöglich erfüllt.