Im Kampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer gibt es viele gute Gründe, auf 360°-Content in Social Media zu setzen! So sorgt das 360-Grad-Format für Abwechslung im überfüllten Newsfeed und schafft es, aus der Masse an Inhalten hervorzustechen. 360-Grad-Bilder sind ein häufig unterschätztes Werkzeug, wenn es darum geht, das Scrollen zu stoppen, denn die Nutzer haben sich an dem Format noch längst nicht satt gesehen.

Zwar ermöglicht noch nicht jede Social-Media-Plattform das native Einbinden von 360-Grad-Fotos, jedoch gibt es verschiedene Tipps & Tricks, mit ungewöhnlichen Perspektiven zu überzeugen. Wir möchten euch im folgenden Beitrag vorstellen, wie ihr 360-Grad-Fotos auf Instagram, Facebook, Twitter & Co nutzen könnt.

360-Grad-Foto in Facebook

So kann ein 360-Grad-Foto im Facebook-Newsfeed aussehen: Der Nutzer schaut sich frei im Bild um.

360-Grad-Fotos für Social Media produzieren

Die gute Nachricht vorweg: Im Vergleich zu 360-Grad-Videos oder Virtuellen Rundgängen lassen sich 360-Grad-Fotos schnell und einfach erstellen, ihr braucht lediglich das passende Equipment. Selbst das Smartphone kann im Nu zur 360-Grad-Kamera werden, denn technisch gesehen sind solche Panorama-Bilder nichts anderes JPG-Images, die aufgrund der Aufnahmeperspektive und entsprechender technischer Parameter auf verschiedenen Plattformen automatisch in ein 360-Grad-Foto umgewandelt werden.
Doch nochmal von vorne: An sich sind 360-Grad-Fotos nichts Neues. Schon seit etlichen Jahren gibt es Fotografen, die 360-Grad-Bilder erstellen. Dem technologischen Fortschritt sei Dank, hat sich der Produktionsaufwand in den letzten Jahren jedoch erheblich reduziert und die Einbindung in verschiedene Social-Media-Plattformen machen es möglich, die Fotos einfach anzuschauen und vor allem an eine große Nutzergruppe auszuspielen, sodass 360-Grad-Bilder danke Social Media einen neuen Boom erleben.
Während 360-Grad-Bilder früher in mühvoller Kleinarbeit händisch in Programmen wie Photoshop aus einzelnen Aufnahmen zusammengesetzt wurden (“Stitching” genannt), gibt es nun deutlich einfachere Möglichkeiten schnell und kosteneffizient aufmerksamkeitsstarke Inhalte zu produzieren:

360-Grad-Fotos mit dem Smartphone erstellen

Bei einem kleinen Budget,  um das 360°-Format einmal auszuprobieren oder für einen spontanen 360°-Schnappschuss, lässt sich das eigene Smartphone als 360-Grad-Kamera verwenden. Obwohl wir hier einmal korrigieren müssen: In der Regel sind die 360-Grad-Smartphoneaufnahmen keine “echten” 360-Grad-Fotos, sondern lediglich Panorama-Aufnahmen, bei denen der Fotograf die Smartphone-Kamera einmal im Kreis (in der Horizontalen) um sich herum bewegt. Im Gegensatz dazu nimmt ein vollständiges 360-Grad-Bild auch die Vertikale auf, sodass ein sogenanntes Kugelpanorama entsteht, bei dem ein Rundumblick in alle Richtungen möglich wird. (mehr zur Evolution des Bild-Formats)

Viele Handy-Modelle, darunter alle neueren iPhones und viele Smartphones von Samsung, bringen einen Panorama-Modus mit, mit dem sich ohne weitere Hilfsmittel Fotos anfertigen lassen, die im 360-Grad-Format bei Facebook eingebunden werden können. Dafür müssen Sie lediglich in den “Pano-Modus” Ihrer Kamera wechseln und den Auslöser aktivieren. Anschließend folgen Sie einfach den Anweisungen auf dem Display und schwenken das Gerät im Kreis.

Wer keinen integrierten Pano-Modus besitzt, braucht aber nicht zu verzagen, denn es gibt mittlerweile verschiedene Apps, die die Erstellung von 360-Grad-Fotos ermöglichen. Sehr gut geeignet ist beispielsweise die Street View App von Google, in  der verschiedene Bilder nach einer Schritt-für-Schritt Anleitung zu einem 360-Grad-Foto zusammengefügt werden können.

360-Grad-Bilder mit einer 360-Grad-Kamera produzieren

360-Grad-Foto-Instagram

Ungewöhnliche 360-Grad-Foto-Perspektiven sind ein echter Hingucker bei Instagram.

Deutlich mehr Spaß macht 360-Grad-Fotografie jedoch mit einer passenden 360-Grad-Kamera. In der Regel werden die Aufnahmen dadurch professioneller und wir haben mehr Spielraum in der Postproduktion. Viele 360°-Kameras lassen sich via App steuern sodass die 360°-Aufnahmen direkt auf dem Smartphone landen und anschließend auf die gewünschte Plattform hochgeladen werden können. Ein geeignetes Kameramodelle stellt zum Beispiel die Ricoh Theta S  oder die Insta360 One X dar, die preislich zwischen 300 -400 € liegen und damit noch verhältnismäßig erschwinglich sind.

Professionelle 360-Grad-Aufnahmen vom Fotografen

Darüber hinaus gibt es auch Dienstleister, die sich auf die Erstellung von 360-Grad-Fotos spezialisiert haben. Insbesondere wenn es um professionelle Inhalte geht, ist diese Lösung empfehlenswert, da sich damit qualitativ sicherlich die hochwertigsten Inhalte produzieren lassen. Auch uns können Sie gerne für die Erstellung von 360-Grad-Fotos kontaktieren.

360-Grad-Fotos bei Facebook

Seit der Übernahme von Oculus VR im März 2014 nimmt Facebook eine Vorreiterrolle ein, wenn es um das Thema Virtual Reality geht. In diesem Zuge wurde zunächst die direkte Einbindung von 360-Grad-Videos in den Facebook-Newsfeed ermöglicht. Im Juni 2016 folgte dann auch die Möglichkeit zur Einbindung von 360-Grad-Foto in die Plattform.

Wie binde ich 360-Grad-Fotos bei Facebook ein?

Eigentlich ist es ganz einfach: Das 360-Grad-Foto lässt sich ganz normal auf Facebook hochladen und die Social Media Plattform erkennt dann automatisch, dass es sich um ein Panorama oder 360° Foto handelt und bindet das Foto entsprechend in den Newsfeed ein.  Probleme gibt es dabei aktuell nur, wenn Panorama-Fotos einen zu kleinen Ausschnitt gewählt haben und der aufgenommenen Winkel weniger als 100 Grad umfasst oder die Metadaten fehlen, aus denen Facebook die Information entnimmt, dass es sich bei der Aufnahme um ein 360°-Panorama handelt.
Aber hier noch einmal Schritt für Schritt zusammengefasst, wie Sie 360-Grad-Fotos bei Facebook einbinden können: Als erstes öffnen Sie die Facebook-App und tippen oben auf den Punkt “Foto”. Anschließend können Sie das gewünschte 360-Grad-Foto aus Ihrer Galerie auswählen und auf “Fertig” tippen. Als Dateigröße stellen Uploads bis zu 6.000 x 3.000 Pixel (18 MP) kein Problem dar, wir empfehlen aber generell, das 360°-Bild immer in der bestmöglichen Qualität einzustellen.
Bevor Sie das Bild veröffentlichen, können Sie noch das gewünschte Startbild auswählen, welches im Newsfeed der Nutzer erscheinen soll. Zu Guter Letzt bestätigen Sie dann den Button “Posten”, um das 360-Grad-Foto bei Facebook hochzuladen. Übrigens: Sie können immer nur ein 360-Grad-Bild zur gleichen Zeit posten! Wenn Sie mehrere Bilder auswählt, werden diese als normale Facebook Bildergalerie dargestellt.

360-Grad-Fotos bei Facebook anschauen

Nach erfolgreichem Upload Ihres 360-Grad-Fotos bei Facebook erscheinen Ihre Bilder wie übliche Fotos im Newsfeed, ein kleiner Kompass weist jedoch darauf hin, dass es sich um 360°-Inhalt handelt. Die Nutzer haben dann verschiedene Möglichkeiten, die 360°-Inhalte anzuschauen:
In der Desktop-Version lässt sich das Bild mit der Maus erkunden. Beim Smartphone kann der Bildausschnitt dank Gyro-Sensuren durch die Drehung des Smartphones verändert werden. Besonders immersiv wird es, wenn das 360°-Foto mit der VR-Brille erkundet wird: Hier ermöglicht es bereits kostengünstige Cardboard-Modelle, virtuell in das 360-Grad-Bild einzutauchen.

Ein direktes Beispiel für ein 360°-Foto bei Facebook sehen Sie hier, dabei gewähren wir einen 360°-Einblick in unser omnia-Office während unserer Gründungsphase:


Übrigens: 360-Grad-Bilder und -Videos lassen sich auch wunderbar für 360-Grad-Gewinnspiele nutzen, hier erfahren Sie mehr darüber: 360°-Video-Gewinnspiel für Facebook und Social-Media-Verlosung mit Wow-Effekt.

360-Grad-Fotos bei Instagram

Instagram zählt mittlerweile zu den beliebtesten Apps der Welt und ist derzeit der Renner unter den sozialen Medien. Die Plattform ist zu 99 Prozent visuell, dementsprechend liegt es nahe, auch hier 360-Grad-Content einzusetzen. Doch leider macht es uns die Facebook-Tochter hier nicht einfach, denn bisher warten wir vergebens auf die Funktion, 360-Grad-Fotos auch bei Instagram einzusetzen.
Eine Alternative um dort trotzdem mit kreativen Bildinhalten zu punkten, bietet beispielsweise ein Tiny Planet Photo (oder auch Little Planet Photo genannt). Das obige Beispielbild kann bei Instagram dann beispielsweise so aussehen:

TinyPlanet-Instagram

360-Grad-Fotos bei Twitter

Auch Twitter spielt leider noch nicht mit, wenn es um die Einbindung von 360°-Fotos in den Newsfeed geht. Gerüchten zufolge experimentiert der Kurznachrichtendienst zwar bereits an Lösungen herum, jedoch müssen wir uns bis zu einer nativen Einbindung noch gedulden. Eine aufmerksamkeitsstarke Alternative stellen auch hier die Tiny-Planets dar oder gar die Option, das 360-Grad-Foto in ein Gif zu verwandeln, welches direkt in den Newsfeed gepostet werden kann. Dies kann dann beispielsweise so aussehen:

via GIPHY

In Hinblick auf 360-Grad-Videos ist Twitter übrigens schon einen Schritt weiter: Mit Periscope lassen sich 360-Grad-Videos und 360-Grad-Livestreams bereits bei Twitter integrieren.

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