Abstandsregelungen, Online-Vorlesungen und Veranstaltungsverbote – die Corona-Krise verändert das Studium an deutschen Universitäten und Hochschulen enorm. Dies erschwert nicht nur Studierenden den Alltag, sondern führt auch zu Einschränkungen für Studienbewerber*innen. Wo den Sommer zuvor noch ein Informationstag oder ein Schnupperstudium vor Ort angeboten wurde, kann man aktuell im besten Fall vielleicht an dem ein oder anderen Online-Seminar teilnehmen. Die Chance, die jeweilige Wunsch-Universität wirklich kennenzulernen, haben die Wenigsten. Wie wäre es an dieser Stelle den Tag der offenen Tür einfach digital stattfinden zu lassen?

Digitaler Tag der offenen Tür

Voll eintauchen in den digitalen Tag der offenen Tür: Die VR-Brille steigert das Präsenzgefühl!

Digitaler Tag der offenen Tür: ein virtueller Besuch auf dem Campus

Ein digitaler Tag der offenen Tür bietet eine realitätsnahe Möglichkeit sich über eine Universität, Hochschule, Schule oder andere Institution online zu informieren. Auf diese Weise können sowohl die Ausstattung der jeweiligen Einrichtung, als auch die Atmosphäre auf anschauliche Weise präsentiert werden. Der Umsetzung eines solchen digitalen Tages der offenen Tür sind dabei keine Grenzen gesetzt! Es können die verschiedensten Medien genutzt werden, wie beispielsweise Videos, Online-Workshops, Fotos oder Texte.

Wir bei omnia360 geben uns mit der Präsentation von ein paar einzelnen Elementen allerdings nicht zufrieden. Stattdessen bevorzugen wir das Komplettpaket: in Form eines Virtuellen Rundgangs! Ein virtueller Campus-Rundgang ermöglicht es, die Hochschule interaktiv zu erleben und sich auf eine digitale Entdeckungstour zu begeben! Das macht Spaß und bietet gleichzeitig die Chance Informationen greifbar und interaktiv zu vermitteln.

Ein virtueller Rundgang über den Campus

Mit Hilfe einer 360-Grad-Kamera ist es uns möglich, Schul- oder Universitätsgebäude maßstabsgetreu zu digitalisieren. Ob Bibliothek, Mensa oder einzelne Fakultäten – ein virtueller Rundgang kann ganz individuell gestaltet werden. Über klickbare Infopunkte können zusätzlich Fotos, Videos, Texte oder andere Informationen auf anschaulich präsentiert werden. So wird das Leistungsangebot der Hochschule auf interaktive Weise vorgestellt, was nicht nur die Navigation im virtuellen Campus erleichtert, sondern gleichzeitig auch das Nutzungserlebnis aufregend macht. Der virtuelle Campus-Rundgang kann nach Fertigstellung einfach als iFrame in die Website der Hochschule eingebunden werden. Für maximale Aufmerksamkeit empfiehlt es sich, den Launch mit weiteren digitalen Informationsveranstaltungen zu kombinieren oder im Rahmen einer Social-Media-Kampagne zu bewerben. Aber lassen Sie uns doch einmal ganz konkret werden und uns drei Best Cases aus dem Bereich Hochschulmarketing anschauen.

3D-Rundgang: LUNEX Universität

Vor einiger Zeit durften wir einen virtuellen Blick hinter die Fassaden der LUNEX Universität in Luxemburg werfen. Der Rundgang durch die Universität schafft einen vollen Überblick über die Räumlichkeiten und die Einrichtung der Sport-Hochschule. Wir waren besonders beeindruckt von der Laufbahn im Flur und der Tischtennisplatte in der Bibliothek. Hier gibt es den virtuellen Campus-Rundgang zum durchklicken:

3D-Tour: Akademie JAK

Einen ähnlichen Weg sind wir zusammen mit der Akadamie JAK gegangen, um das Studienangebot in einer interaktiven 3D-Tour zu präsentieren. Die virtuelle Campus-Tour präsentiert das einzigartige Design und Gebäudekonzept, was das Studium an der JAK so spannend macht. Hohe Decken, viel Licht und nahezu kunstvoll gestaltete Räume überzeugen vom Know-How und der Seriosität der Akademie:

Ist der Campus über mehrere Standorte verteilt oder bietet die Universität ein breites Studienangebot, kann sich ein anderes Vorgehen anbieten, indem die einzelnen Fakultäten sich gezielt vorstellen. Ein Beispiel dafür bieten die Virtuellen Labore der HAW Hamburg, die die Ausstattung des Fachbereichs Life Science näher vorstellt.

360°-Rundgang: Pflegefachschule Alsterdorf

Auch mit der Pflegefachschule Alsterdorf sind wir einen anderen Weg gegangen, um die Türen für virtuelle Besucher zu öffnen: Statt einer vollständigen Digitalisierung des Gebäudes haben wir uns auf die wichtigsten Stationen auf dem Schulgelände fokussiert, die nun im 360-Grad-Rundgang besucht werden können. Über Videobotschaften vermitteln die Lehrer*innen Hintergründe rund um das Angebot vor Ort, um das Interesse an einer Ausbildung in der Pflege zu steigern. Aber klicken Sie sich selbst in den virtuellen Rundgang durch die Schule:

Virtueller-Rundgang-Pflegefachschule-Hamburg

Zum Virtuellen Rundgang durch die Pflegefachschule Hamburg Alsterdorf

Willkommen beim digitalen Tag der offenen Tür an die HFBK Hamburg

In der Regel bildet der virtuelle Rundgang zwar einen langfristiger Bestandteil der Hochschul-Website, er kann jedoch im Rahmen eines “Virtuellen Tags der offenen Tür” auch zum Teil des Rahmenprogramms werden, um gezielt die Aufmerksamkeit der Studieninteressierten darauf zu lenken. Wie so etwas gestaltet werden kann, möchten wir Ihnen am folgenden Beispiel zeigen. Dabei stand zwar eher der Fachaustausch und weniger die Kommunikation mit den Schülern oder Studierenden im Vordergrund, nichtsdestotrotz bietet es einen guten Anhaltspunkt, wie sich 360°-Einblicke nutzen lassen, um einen digitalen Zugang zu schaffen.

Das #startCamp20 der Hamburg Open Online University (HOOU Hamburg) war eigentlich als Präsenz-Veranstaltung an der Hochschule für bildende Künste geplant, aufgrund der Corona-Pandemie wurde es jedoch als virtuelles Event ins Netz verlegt. Im Rahmen einer Zoom-Konferenz konnten sich Interessierte der Kulturbranche in verschiedenen Sessions austauschen. Unter dem Titel “How to make 360°-Content great (again): Mit 360°-Einblicken einen digitalen Zugang schaffen” sollte es nicht nur theoretisch darum gehen, wie Kulturinstitute einen virtueller Museumsrundgang einsetzen können, in einem praktischen Teil wurde zu einem gemeinsamen virtuellen Ausflug an die HFBK geladen.

Im Vorfeld erhielten alle Angemeldeten nämlich einen Goodie-Bag, der unter anderem eine VR-Brille aus Pappe enthielt. In der Session setzten die Teilnehmer*innen gleichzeitig die VR-Brille auf, um sich gemeinsam die Jahresausstellung 2020  (Kunst digitalisieren) anzuschauen. Im Vergleich zur Web-Version lässt sich das Präsenz-Gefühl deutlich steigern, da der User abgeschottet von der Außenwelt immersiv in das 360°-Grad-Videos eintauchen kann.

Welche Vorteile bietet ein digitaler Tag der offenen Tür?

Überwinden von distanziellen Hürden

Bei über 420 verschiedenen Hochschulen in Deutschland haben Bewerber*innen die Qual der Wahl. Oft wird das Kennenlernen gewisser Hochschulen allein wegen Ihres Standortes und ihrer Distanz ausgeschlossen. Ein digitaler Tag der offenen Tür schafft an dieser Stelle Abhilfe: ein virtueller Einblick in die Campus-Atmosphäre überzeugt Studieninteressierte, erleichtert die schwierige Entscheidung der Studienwahl und spart den Weg zum Standort.

Unabhängigkeit von äußeren Umständen

Ein weiterer Pluspunkt verbirgt sich hinter der Flexibilität eines digitalen Rundgangs. So können sich Bewerber*innen auch in Zeiten von Corona digital über Studienfächer, Bewerbungswege, als auch die Ausstattung von Universitäten und Hochschulen informieren. Natürlich bleibt so eine virtuelle Campus-Tour auch nach der Pandemie erhalten und kann unabhängig von Zeit, Ort und Wetterverhältnissen ganz gemütlich von zuhause aus genossen werden.

Überzeugung durch innovatives Marketing

Die Nutzung von digitalen Medien wird in der Aus- und Weiterbildung immer wichtiger. Für viele Studierende ist digitale Kompetenz bei der Wahl der Universität ein ausschlaggebendes Entscheidungskriterium. Ein digitaler Tag der offenen Tür in Form eines virtuellen Rundgangs ist ein innovatives Instrument eine Hochschule zu vermarkten und zu präsentieren. Die spezifischen Inhalte und Hintergrundinformationen können Zielgruppen-genau angepasst und kommuniziert werden. Somit überzeugt ein digitaler Tag der offenen Tür auf eine präzise und persönliche Art und Weise.