In immer mehr Branchen sind Virtual Reality und 360°-Inhalte auf dem Vormarsch: Von der virtuellen Wohnungsbesichtigung bis hin zum Hotel-Rundgang wird die Technologie eingesetzt, um Kund:innen mit transparenten Rundum-Blicken zu überzeugen. Auch Unternehmen können von VR profitieren, und im Wettbewerb um die Top-Azubis als moderne Arbeitgeber mit Mut zur Innovation zu punkten. Erfahren Sie, wie Virtual Reality zum praktischen Werkzeug im Azubi-Recruiting wird:

Wie kann VR im Azubi-Recruiting eingesetzt werden?

Azubi-Recruiting mit VR

Mit VR lässt sich das eigene Unternehmen als modern und zukunftsgerichtet im Azubi-Recruiting positionieren.

Virtual Reality bei Berufsmessen

Für Virtual Reality gibt es ganz verschiedene Einsatzmöglichkeiten im Bewerbungsprozess, am bekanntesten ist wohl die VR-Brille am Messestand. Hier hat Virtual Reality im Azubi-Recruiting zwei große Vorteile: Zum einen haben VR-Brillen nach wie vor eine magnetische Wirkung und ziehen mehr Schülerinnen und Schüler an den Stand. Zum anderen lässt sich der Messestand damit nahezu grenzenlos erweitern und die potenziellen Azubis können virtuell in die Unternehmenswelt eintauchen und so bereits eine erste emotionale Bindung aufbauen. In einem 360°-Video können Auszubildende beispielsweise die virtuellen Besucher:innen schon einmal über den Unternehmens-Campus führen und so den zukünftigen Arbeitsplatz zeigen.

VR auf der Career-Seite

Eingebunden auf der Unternehmenswebsite schafft ein virtueller Rundgang, im Gegensatz zu klassischen Bildern oder einem Imagefilm, vollständige und authentische Einblicke in die spätere Arbeitsumgebung. Die Bewerber:innen können dabei selbst entscheiden, welche Bereiche sie besonders interessieren und mehr über ihren zukünftigen Ausbildungsbetrieb erfahren. Die VR-Tour ist dabei nicht nur ein nützliches Tool, um mehr Azubis vom Betrieb zu begeistern, sondern hilft auch dabei Erwartungen und Realitäten bereits frühzeitig miteinander in Einklang zu bringen. So können Sie vermeiden, dass ein Azubi nach kurzer Zeit wieder enttäuscht abspringt, weil er oder sie sich das alles doch ganz anders vorgestellt hat.

Virtual Reality im Social-Media-Marketing

In der eigenen Story können Unternehmen ihre Zielgruppe wirksam erreichen!

Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, dass nicht immer gewiss ist, ob Veranstaltungen wie Karriere- bzw. Berufsmessen ununterbrochen stattfinden können. Wer auf der Suche nach neuen Talenten konkurrenzfähig bleiben möchte, sollte daher auf möglichst vielen Vertriebskanälen aktiv werden. Neben der klassischen Rekrutierung am Messestand oder auf der eigenen Karriere-Seite, sollten zusätzlich alternative Kommunikationswege genutzt werden. Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, Instagram, TikTok und Co gewinnen im Personalmarketing immer mehr an Relevanz, da sie es Unternehmen leicht machen junge Leute zu erreichen. Mit Hilfe von virtuellen Rundgängen können authentische Eindrücke kostengünstig vermittelt werden (Mit einer virtuellen Büro-Tour zum authentischen Employer Branding). Ob dabei der potenziell zukünftige Arbeitsplatz gezeigt wird, die Teams einzelner Abteilungen oder gar das Essensangebot in der hauseigenen Kantine – Unternehmen haben durch ihre virtuelle Präsentation die Möglichkeit, die eigene Employer Brand nachhaltig zu stärken und sich gegenüber ihrer Zielgruppe als innovative Arbeitgeber zu positionieren. Hierfür eignet es sich am besten, den zuvor realisierten 360-Grad-Rundgang bei Social Media zu bewerben: in Form von Fotos, Teaser-Videos oder auch im Story-Format.

Use Cases aus dem Azubi-Recruiting

Aufgrund des hohen Mehrwerts und der Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten setzen die unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen auf Virtual Reality wenn es um die Gewinnung neuer Auszubildenden geht. Im Folgenden werden wir einige unserer virtuellen Rundgänge aus dem Kontext des Azubi-Recruitings einmal näher hervorheben.

Das virtuelle Ausbildungszentrum des EBZ

Um Schüler:innen und Student:innen das Ausbildungsportfolio digital zu präsentieren, hat unser Kunde EBZ auf einen virtuellen Werksrundgang gesetzt. Dabei haben wir das Ausbildungszentrum mit Hilfe unserer 360°-Kamera vollständig digitalisiert und auf Basis dessen eine Art digitalen Zwilling der Räumlichkeiten erschaffen. Dieser kann nun frei nach Lust und Laune erkundet werden. Mit Hilfe von Infopunkten können Interessent:innen mehr über die unterschiedlichen Ausbildungsberufe im EBZ erfahren. Einen ersten Eindruck liefert das Teaser-Video des virtuellen Rundgangs, das auf verschiedenen Social-Media-Kanälen geteilt wurde:

Die modernen Bürowelten von Otto

Aber natürlich kann ein Virtueller Betriebsrundgang auch im Büro hilfreich sein, um den Arbeitsplatz kennen zu lernen und sogar die Angst vorm Bewerbungsgespräch zu mindern. Das Gefühl, schon einmal (virtuell) vor Ort gewesen sein, kann auf so manche Bewerber:innen nämlich beruhigend wirken. Der 360-Rundgang auf dem OTTO Campus ist ein tolles Beispiel dafür, Virtual Reality zu nutzen, um sich auf dem modernen Arbeitsmarkt zu platzieren und zugleich die eigenen New-Work-Prinzipien zu vermitteln (mehr unter Mit New Work durch die Corona-Krise):

Das Bildungszentrum der Freudenberg Gruppe

Das Technologieunternehmen Freudenberg betreut in seinem Bildungszentrum am Standort Weinheim aktuell rund 280 Azubis. Um die unterschiedlichen Lernumgebungen vor Ort zu präsentieren, wurde das Gebäude virtuell begehbar gemacht, sodass es unabhängig von Ort und Zeit besichtigt werden kann. Dabei können sich potenzielle Auszubildende ein Bild über die hohe Anzahl an unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und Arbeitsgebieten der Freudenberg Gruppe machen. Darüber hinaus bekommen sie nähere Informationen zum Bewerbungsprozess und den interaktiven Lernmethoden.

Wie profitieren Azubis und Unternehmen von Virtual Reality?

Vorteile von VR für Azubis:

Azubimarketing-VR-Hermes

Beim Zukunftstag konnten Schülerinnen und Schüler ein Logistik-Center virtuell mit VR-Brille erkunden.

Bei einem klassischen Büro-Job können sich die meisten sicherlich gut vorstellen, wie der spätere Arbeitsalltag aussieht. Jedoch gibt es auch Berufsbilder, die deutlich erklärungsbedürftiger sind. Hier kann VR sehr gut genutzt werden, einen ersten Eindruck zu vermitteln. Wie ist es beispielsweise, als Kranführer in schwindelerregender Höhe zu arbeiten oder wie sieht der Arbeitsalltag in einem Logistik-Center aus? Mit 360°-Einblicken  können sich die Auszubildenden einen umfassenden Eindruck des Arbeitsplatzes machen, mit einer interaktiven Virtual-Reality-Simulation sogar erste Handgriffe ausüben, um besser zu entscheiden, ob der Job die Erwartungen erfüllt.

Vorteile von VR für Unternehmen:

Auch Unternehmen profitieren davon, wenn Azubis im Vorfeld ein möglichst realistisches Bild ihrer späteren Tätigkeit erhalten. Schließlich geht es im Recrutingsprozess darum, die passenden Mitarbeiter:innen für offene Stellen zu finden und dabei ist niemandem geholfen, wenn Azubis nach kurzer Zeit enttäuscht abspringen, weil sie sich das alles ganz anders vorgestellt hat und das Azubi-Recruiting dadurch wieder von vorne beginnt.

In jedem Fall gibt VR einen ersten Eindruck über die Medienkompetenz der jeweiligen Person: Wie offen ist er oder sie für neue Technologie, wie leicht fällt es ihnen, sich in der virtuellen Welt zurechtzufinden? Es kann aber auch genutzt werden, um Fallstudien deutlich realistischer zu machen und zu sehen, wie die Bewerber:innen verschiedene Sachverhalte, die sie mit der VR-Brille erleben, analysieren oder bewerten. Auch Belastbarkeit oder Geschicklichkeit können mit einer VR-Simulation abgefragt werden, hält der Azubi beispielsweise dem Druck im virtuellen Operationssaal stand oder gerät er oder sie schnell in Panik?

Welche Einsatzgebiete gibt es noch für Virtual Reality in Unternehmen?

Letztendlich lassen sich mit Hilfe von Virtual Reality die Grenzen von Raum und Zeit aushebeln, denn die Technologie kann uns in Sekundenschnelle in verschiedenste Szenarien hineinversetzen. Also ja, es gibt zahlreiche Anwendungsfelder im B2B-Kontext: Sei es die Konzernzentrale, die sich noch vor Fertigstellung virtuell besichtigen lässt, um mögliche Konstruktionsfehler zu identifizieren oder der Einsatz von virtuellen Testmärkten, in denen die Marktforschung ihre Studien in einer reproduzierbaren Umgebung durchführen kann. Auch Schulungen können in die virtuelle Realität verlegt werden (siehe dafür auch unseren Artikel zum Thema “Besser lernen mit VR“). Führungskräfte können neue Methoden erlernen, Mitarbeiter:innengespräche zu führen oder Vertriebsmitarbeiter:innen erfahren, wie sich die neue Verkaufsstrategie aus Kund:innensicht anfühlt. Aber nicht nur zur Empathievermittlung, auch für Konfrontationstherapien, zum Beispiel gegen Höhenangst, wird Virtual Reality bereits erfolgreich eingesetzt. Mehr zum Thema Wie Virtual Reality unsere Arbeitswelt verändert)

Mehr zum Thema Virtual Recruiting.

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