Handelsmarketing neu gedacht!

Wohl kaum eine Branche ist so stark von der Digitalisierung geprägt, wie der Handel. Davon sind nicht nur die Themen E-Commerce und Virtual Shopping betroffen, sondern auch im Handelsmarketing sind Unternehmen stetig auf der Suche nach neuen Ideen, um im scharfen Wettbewerb zu bestehen.

Crashkurs: Was ist Handelsmarketing?

Handelsmarkting 3D-Tour

Mit Hilfe einer 360°-Kamera lässt sich ein Supermarkt nahezu vollständig digitalisieren. Hier seht ihr unseren CTO Tobi in Aktion!

Um euch alle auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, möchten wir einen kurzen Crashkurs in Sachen Handelsmarketing widmen, bevor es konkret wird. Bekanntermaßen gibt es ja verschiedene Arten von Marketing: gängig ist eine Einteilung nach Güterarten, wo in der Regelzwischen Dienstleistungs-, Industriegüter und Konsumgütermarketing unterschieden wird. Während Handelsbetriebe im Rahmen des Konsumgütermarketings als Teil der Distributionspolitik betrachtet werden, umfasst das Handelsmarketing (oder auch Retail Marketing) das eigenständige Marketing von Handelsunternehmen. Dieses ist an die folgenden Bereiche ausgerichtet:

  • Das Absatzmarketing umfasst Maßnahmen des Handelsunternehmens, die auf die Kaufentscheidungen potenzieller Abnehmer gerichtet sind. Hier spielen beispielsweise die Sortiments- und Preispolitik eine wichtige Rolle, aber auch Service und Kommunikation sind wesentliche Marketinginstrumente.
  • Das Beschaffungsmarketing beinhaltet sämtliche Maßnahmen, die auf die Verkaufsentscheidungen der Lieferanten gerichtet sind, wie beispielsweise die beschaffungsseitige Bestell- und Sortimentspolitik.
  • Die Beziehungen zum Konkurrenzmarkt betreffenden Maßnahmen werden im Rahmen des Konkurrenzmarketings gebündelt, hierunter fallen Betriebsvergleiche und Erfahrungsaustausch, aber natürlich auch die Konkurrenzmarktforschung.
  • Das interne Marketing umfasst spezifische Maßnahmen innerhalb der eigenen Geschäftsstätte, wie beispielsweise die Ladengestaltung, die Warenpräsentation oder auch Personalschulungen.

Neue Wege im Handelsmarketing

Lange Zeit lief das Handelsmarketing nach dem Motto „Ware ordnen, in den eigenen Verkaufsräumen aufstellen und warten, bis der Kunde die Ware aus dem Regal holt und zur Kasse trägt“ ab. Mit Blick auf den digitalen Wandel hat dieser Ansatz jedoch mittlerweile ausgedient und neue Trends erobern das Handelsmarketing: Multichannel rückt in den Fokus von Handelsunternehmen und  Erlebnisse und Emotionalisierung prägen die Marketingkommunikation, sowohl on- als auch offline.
Eines der bekanntesten Beispiele der letzten Jahre ist wahrscheinlich die Kampagne #Heimkommen von Edeka, der mit fünf Millionen Facebook-Views und über 1,2 Millionen Youtube-Klicks in den ersten 24 Stunden für Aufsehen in den sozialen Medien sorgte.

Die Brücke zwischen realem und digitalem Handel

Neben klassischen Werbeformaten wie Bilder oder Videos können aber auch 360-Grad-Content eingesetzt werden, um das Handelsmarketing zu revolutionieren. Wie wäre es zum Beispiel, das reale Ladengeschäft nach Hause auf den Bildschirm zu holen, um Kunden die Einkaufswelt virtuell erlebbar zu machen.

Ein Instrument dafür kann ein Virtueller Rundgang darstellen, mit dem sich der Informationsbedarf der Kunden durch authentische Einblicke befriedigen lässt. Dafür werden die Geschäftsräume vollständig digitalisiert und so in die Online-Welt transportiert. Es schlägt die Brücke zwischen stationärem und Online-Handel und verknüpft das interne Marketing mit dem Absatzmarketing, indem Kunden bereits online einen Blick in die Ladenräume werfen können (siehe auch Virtual Showroom).

Neue Ideen Handelsmarketing

Neue Ideen fürs Handelsmarketing: Wie wäre es mit einer virtuellen Präsentation des Stores?

Dies kann unter anderem dazu genutzt werden, um eine Orientierungshilfe zu bieten, den Laden zur Neueröffnung oder nach Renovierungs- oder Umbauarbeiten vorzustellen und auch, um einen Überblick über das Sortiment zu liefern. Über eine reine Informationsvermittlung hinaus bieten die Infopunkte innerhalb der virtuellen Tour zahlreiche weitere Gestaltungsmöglichkeiten, um sie in ein interaktives Kundenerlebnis zu verwandeln: Sei es, indem der Betrieb durch die Vorstellung seiner Mitarbeiter ein Gesicht bekommt oder durch Storytelling und Gamification-Elemente (siehe 360-Grad-Gewinnspiel) das Engagement der Nutzer zu steigern.

Auch wenn ein solches virtuelles Kundenerlebnis den Umsatz des Handelsunternehmens nicht direkt beeinflussen wird, kann sie die Umsatz-Entwicklung doch langfristig fördern. So sollte das Ziel dabei vielmehr darin bestehen, eine emotionale Verbundenheit herzustellen und Lust darauf machen, den virtuellen Ort auch bald einmal (wieder) in der Realität zu besuchen. Aber auch zur Umsatzsteigerung gibt es durch die Integration von Produktlinks in die virtuelle Tour bereits verschiedene Lösungsansätze. Bei Interesse beraten wir Sie auch gerne individuell zum Thema 360-Grad-Marketing.

Der Virtuelle Store: Stückgut Hamburg

Einen konkreter Use Case, wie so ein 360°-Store aussehen kann, liefert uns Stückgut Hamburg. Das Ladengeschäft in Hamburg Altona hat dem Überfluss unserer Wegwerf-Gesellschaft den Kampf angesagt und dafür einen Ort geschaffen, der nicht nur den Einkauf ohne Einwegverpackungen ermöglicht, sondern auch Raum für Diskussion und Austausch bietet. In dem Virtuellen Rundgang haben Kunden nun die Möglichkeit, sich online darüber zu informieren, wie unverpackt einkaufen funktioniert, was hinter dem Zero Waste Konzept steckt und welches Sortiment das Ladengeschäft anbietet.

Die digitale Tour starten Sie mit Klick auf den Play-Button!

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