Handelsmarketing mit 3D-Touren

In einem vorherigen Blog-Beitrag haben wir bereits die digitale Revolution für den E-Commerce ausgerufen und euch vorgestellt, wie sich unsere Rundgänge als Virtual Shopping-Lösung einsetzen lassen. Der heutige Artikel dreht sich nun darum, wie sich die 3D-Touren im Rahmen des Handelsmarketings einsetzen lassen.

3D-Tour Stückgut Hamburg

Unser Use Case für 3D-Touren im Handelsmarketing: Ein virtueller Rundgang durch „Stückgut Hamburg“.

Was ist Handelsmarketing?

Sicherlich ist den meisten unserer Leser bekannt, dass es verschiedene Arten des Marketings (z.B. das Konsumgütermarketing) gibt. Gängig ist die Einteilung nach Güterarten in das das Konsumgüter-, Industriegüter und Dienstleistungsmarketing. Während Handelsbetriebe im Rahmen des Konsumgütermarketings als Teil der Distributionspolitik betrachtet werden, umfasst das Handelsmarketing (oder auch Retail Marketing) das eigenständige Marketing von Handelsunternehmen. Dieses ist an die folgenden Bereiche ausgerichtet:

  • Das Absatzmarketing umfasst Maßnahmen des Handelsunternehmens, die auf die Kaufentscheidungen potenzieller Abnehmer gerichtet sind. Hier spielen beispielsweise die Sortiments- und Preispolitik eine wichtige Rolle, aber auch Service und Kommunikation sind wesentliche Marketinginstrumente.
  • Das Beschaffungsmarketing beinhaltet sämtliche Maßnahmen, die auf die Verkaufsentscheidungen der Lieferanten gerichtet sind, wie beispielsweise die beschaffungsseitige Bestell- und Sortimentspolitik.
  • Die Beziehungen zum Konkurrenzmarkt betreffenden Maßnahmen werden im Rahmen des Konkurrenzmarketings gebündelt, hierunter fallen Betriebsvergleiche und Erfahrungsaustausch, aber natürlich auch die Konkurrenzmarktforschung.
  • Das interne Marketing umfasst spezifische Maßnahmen innerhalb der eigenen Geschäftsstätte, wie beispielsweise die Ladengestaltung, die Warenpräsentation oder auch Personalschulungen.

Dabei lief das klassische Handelsmarketing lange Zeit nach dem Motto „Ware ordnen, in den eigenen Verkaufsräumen aufstellen und warten, bis der Kunde die Ware aus dem Regal holt und zur Kasse trägt“ ab. Mit Blick auf den digitalen Wandel hat dieser Ansatz jedoch mittlerweile ausgedient und neue Trends erobern das Handelsmarketing: Multichannel rückt in den Fokus von Handelsunternehmen und  Erlebnisse und Emotionalisierung prägen die Marketingkommunikation, sowohl on- als auch offline.
Eines der bekanntesten Beispiele der letzten Jahre ist wahrscheinlich die Kampagne #Heimkommen von Edeka, der mit fünf Millionen Facebook-Views und über 1,2 Millionen Youtube-Klicks in den ersten 24 Stunden für Aufsehen in den sozialen Medien sorgte.

Neben diesen klassischen Werbeformaten wie Bilder oder Videos kann auch 360-Grad-Content diesen Anspruch erfüllen.

3D-Touren als Marketinglösung im Handel

Der zentrale Ansatzpunkt zum Einsatz einer 3D-Tour im Handelsmarketing besteht darin, dass es dieses Instrument ermöglicht, die Geschäftsräume zu digitalisieren und so in die Online-Welt zu transportieren (siehe auch Virtual Showroom). Es schlägt also die Brücke zwischen stationärem und Online-Handel und verknüpft das interne Marketing mit dem Absatzmarketing, indem Kunden bereits online einen Blick in die Ladenräume werfen können.

Dies kann unter anderem dazu genutzt werden, um eine Orientierungshilfe zu bieten, den Laden zur Neueröffnung oder nach Renovierungs- oder Umbauarbeiten vorzustellen und auch, um einen Überblick über das Sortiment zu liefern. Über eine reine Informationsvermittlung hinaus bieten die Informations-Tags innerhalb der 3D-Tour zahlreiche weitere Gestaltungsmöglichkeiten, um sie in ein interaktives Kundenerlebnis zu verwandeln: Sei es, indem der Betrieb durch die Vorstellung seiner Mitarbeiter ein Gesicht bekommt oder durch Storytelling und Gamification-Elemente (siehe 360-Grad-Gewinnspiel) das Engagement der Nutzer zu steigern. Dabei sollte die 3D-Tour im Rahmen einer Content-Strategie eingebunden werden, die unter anderem die Integration in die eigene Webseite, die sozialen Kanäle oder auch den Newsletter des Handelsunternehmens beinhaltet.

Auch wenn ein solches Kundenerlebnis den Umsatz des Handelsunternehmens nicht direkt beeinflussen wird, kann sie die Umsatz-Entwicklung doch langfristig fördern. So sollte das Ziel dabei vielmehr darin bestehen, eine emotionale Verbundenheit herzustellen und Lust darauf machen, den virtuellen Ort auch bald einmal (wieder) in der Realität zu besuchen. Aber auch zur Umsatzsteigerung gibt es durch die Integration von Produktlinks in die 3D-Tour bereits verschiedene Lösungsansätze. Bei Interesse beraten wir Sie auch gerne individuell zum Thema 360-Grad-Marketing.

Use Case: Virtueller Rundgang durch Stückgut Hamburg

Ein konkreter Use Case, wie eine 3D-Tour bei einem Handelsunternehmen eingesetzt werden kann, bietet der Virtuelle Rundgang durch Stückgut Hamburg. Der Laden in Hamburg Altona hat dem Überfluss unserer Wegwerf-Gesellschaft den Kampf angesagt und dafür einen Ort geschaffen, der nicht nur den Einkauf ohne Einwegverpackungen ermöglicht, sondern auch Raum für Diskussion und Austausch bietet. In dem Virtuellen Rundgang haben Kunden nun die Möglichkeit, sich online darüber zu informieren, wie unverpackt einkaufen funktioniert, was hinter dem Zero Waste Konzept steckt und welches Sortiment das Ladengeschäft anbietet.

Die 3D-Tour finden Sie hier und wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei, Stückgut Hamburg mit unserem Rundgang virtuell zu erkunden!

2018-06-04T16:32:26+00:0007.10.2017|360°-Projekte|