VR-Marketing: 5 Beispiele für Virtual Reality im Marketing

Es gibt eine Vielzahl an Gründen, warum Unternehmen den Einsatz von VR-Marketing in Betracht ziehen sollten und diese können weitaus tiefer greifen, als einmal kurz auf den „Hype-Train“ aufzuspringen (siehe dafür auch Welche Chancen bietet Virtual-Reality-Marketing?). Um Ihnen rund um das Thema VR im Marketing Inspiration und Orientierung in Hinblick auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu bieten, werden wir im folgenden Beitrag fünf verschiedene Maßnahmentypen für Virtual Reality im Marketing vorstellen. Und wenn Ihnen das immer noch nicht genug ist, kontaktieren Sie uns doch einfach für Ihr individuelles Beratungsgespräch!

5 Beispiele für VR im Marketing

Wie lässt sich Virtual Reality im Marketing nutzen? Lassen Sie sich von den folgenden 5 Maßnahmen inspirieren.

Entscheidungsfaktor für VR-Marketing: Das Kommunikationsumfeld

Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen, werden wir uns Fragen wie Was ist Virtual Reality? oder Wie wird sich VR entwickeln? an dieser Stelle sparen und statt dessen direkt in die bunte Welt des VR-Marketings einsteigen. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Unternehmen erste Versuche gestartet, VR wirkungsvoll im Marketing einzusetzen, mal mehr und mal weniger erfolgreich. Betrachtet man die Vielzahl durchgeführter VR-Maßnahmen einmal genauer, fällt auf, dass Sie sich zwar alle darin ähneln, ihre Kommunikationsbotschaft mittels virtueller Realitäten zu vermitteln, jedoch gibt es auch einige Faktoren, anhand derer sie sich unterscheiden und kategorisieren lassen. Und genau eine solche Unterscheidung möchten wir im Folgenden vornehmen, um Ihnen anhand dessen fünf verschiedene VR-Maßnahmentypen vorzustellen. Als zentrales Unterscheidungsmerkmal haben wir das Kommunikationsumfeld identifiziert, da sich davon abhängig verschiedene Herausforderungen, Planungsmechanismen und Zielsetzungen ergeben.

VR-Marketingmaßnahme 1: Die Experiences für Zuhause

Das Kommunikationsumfeld, welches vielen wahrscheinlich als erstes in den Sinn kommt, wenn es um Virtual Reality im Marketing geht, ist das heimische Umfeld des Konsumenten. Solche VR-Experiences richten sich an eine sehr spitze Zielgruppe (idR vorwiegend technik-affine Early Adopters), da die Konsumenten für diesen Maßnahmentypus eine High-End VR-Brille besitzen müssen. Aufgrund der aktuell noch geringen Verbreitung ist die Reichweite hier verhältnismäßig gering, im Gegensatz zu Home-Anwendungen die bspw. mit Cardboards oder Mobile-Brillen konsumiert werden können (z.B. 360°-Videos oder Virtual-Reality-Rundgänge). Im Vergleich zu den bisher bekannten digitalen Kommunikationsmedien zeichnen sich VR-Experiences durch ihre Interaktionsmöglichkeiten sowie einem hohen Immersionsgrad aus, wodurch das Involvement des Konsumenten gesteigert und hochemotionale Kundenerlebnisse geschaffen werden könnten.
Ein konkretes Beispiel für eine VR-Experience bietet die „VR Skin Exploration” von Beiersdorf, die den Konsumenten mit auf eine virtuelle Reise über die menschliche Haut nimmt. Bei diesem spielerischen Erlebnis taucht der Nutzer in eine virtuelle Markenwelt ein und kann diese selbstständig erkunden. Durch die interaktive Informationsvermittlung lassen sich komplexe Sachverhalte schneller erfassen und das wahrgenommene Kaufrisiko beim Konsumenten wird gesenkt, wodurch sich auch konative Marketing-Zielsetzungen erfüllen lassen.

Virtual Reality am Point-of-Sale

Zur Unterstützung des Vertriebs können Virtual-Reality-Maßnahmen auch direkt am Point-of-Sale eingesetzt werden. Dabei gibt es sowohl die Möglichkeit, die virtuelle Realität als zusätzliche Attraktion am POS zu nutzen, um mehr Kunden in das Geschäft zu locken, oder aber, diese direkt in das Verkaufsgespräch zu integrieren.

VR-Maßnahme 2: Virtual Reality als Verkaufsunterstützung

VR-Maßnahmen am POS können direkt im Kundentermin eingesetzt  werden, um Produkte zu visualisieren, Produkteigenschaften vorzustellen oder Konfigurationen vorzuführen. Für eine möglichst realistische Darstellung kann dabei das Kommunikationsobjekt direkt in die Maßnahme einbezogen werden. So wird bspw. die „Walking VR”-Maßnahme von Audi verwendet, um potenziellen Käufern das gewünschte Fahrzeug virtuell vorzuführen, sodass es aus verschiedenen Perspektiven interaktiv betrachtet werden kann, Konfigurationen gezeigt werden und sich das Auto gemäß der Kundenwünsche direkt anpassen lässt. Diese verkaufsunterstützenden VR-Maßnahmen könnten in einer fortgeschrittenen Phase des Verkaufsprozesses eingesetzt werden, um konative Kommunikationsziele zu erfüllen, da sie direkt darauf abzielen, durch eine interaktive Informationsvermittlung den Verkauf zu steigern. Dabei sind sie besonders für erklärungsbedürftige Gebrauchsgüter im hochpreisigen Segment geeignet, bei denen der Konsument einen hohen Informationsbedarf hat, wie bspw. bei der Immobilienbesichtigung oder beim Autokauf.

Neben den positiven Wirkungseffekten auf die Marketingkommunikation könnten auch distributionspolitische Zielsetzungen beeinflusst und bspw. Vertriebskosten eingespart werden. So lassen sich durch den Einsatz von VR physische Ausstellungsstücke und somit Verkaufsfläche einsparen. Aber auch der Zeitaufwand beim Verkaufsgespräch könnte sich für beide Seiten verkürzen, indem räumliche Distanzen schneller überbrückt werden  oder die Ausstellungsstücke in der virtuellen Welt sich schneller hintereinander betrachten lassen.

Marketing-Maßnahme Nr. 3: VR-Terminals

De virtuelle Realität kann über dem Beratungsgespräch hinaus auch allen interessierten Konsumenten am POS zugänglich gemacht werden, in diesem Fall wäre es vergleichbar mit Informationsterminals, die den Konsumenten auf der Ladenfläche zur Verfügung stehen. Diese dienen in erster Linie dazu, zusätzliches Wissen über die Produkte zu vermitteln. Ein Vorteil derartiger Maßnahmen könnte im Abbau von Kaufbarrieren bestehen, indem sich die Konsumenten selbstständig informieren und Produkte bereits am POS testen können. Auch ließe sich durch emotionales Involvieren des Konsumenten ein Kaufanreiz auslösen. Diese Maßnahmen können wie das Beispiel des IKEA „VR-Showrooms” zeigt, zur Unterstützung konativer Kommunikationsziele eingesetzt werden, indem der Kunde zur Steigerung der Kaufabsicht einen virtuellen Raum mit IKEA-Möbel einrichten kann.

VR-Marketing am Messestand

Marketing-Maßnahme Nr. 4: VR im Messemarketing

Eine VR-basierte Produktpräsentation am Messestand kann sowohl eine Informations-, Motivations- und Beeinflussungsfunktion erfüllen, um Bewusstsein für die Unternehmensleistung zu schaffen und Einstellungen positiv zu beeinflussen. Durch eine multisensuale Ansprache am Messestand eignen sie sich dabei besonders für High-Involvement-Produkte, bei denen Konsumenten ein hohes Informationsbedürfnis haben. Ein positiver Nebeneffekt besteht darin, dass Unternehmen durch den Einsatz von VR den Platzbedarf am Messestand reduzieren und so Kosten einsparen können.

Toyota TeenDrive365 VR Experience from Brightline Interactive on Vimeo.

Eventmarketing mit Virtual Reality

Marketing-Maßnahme Nr. 5: Events in VR

Im Eventmarketing kann Virtual Reality eingesetzt werden, um die Kommunikationswirkung zu intensivieren und die Verbindung zwischen Konsumenten und Marke zu stärken. Dabei steht die Beeinflussung psychischer Größen wie Bekanntheit, Image oder Markenbeziehung im Vordergrund, aus denen die konkrete Kaufabsicht als eine langfristige Verhaltenswirkung resultieren soll. Ein umfangreiches VR-Marketing-Event hat Coca Cola mit „Santa’s VR Sleigh Ride“ im Rahmen der Weihnachtstruck-Tour umgesetzt, bei der Konsumenten auf eine virtuelle Achterbahnfahrt mit dem Weihnachtsmann gehen konnten.

2018-10-04T20:14:56+00:0006.07.2018|360°-Know-How|